Champagne Philipponnat

Die Familie Philipponnat blickt auf über 500 Jahre Geschichte in der Champagne zurück. Dieses Erbe aber hält sie nicht in der Vergangenheit gefangen. Im Gegenteil, es zeugt von der Fähigkeit, sich zu erneuern und weiterzuentwickeln, ohne dabei die eigenen Ambitionen aus den Augen zu verlieren: stets die Herkunft, das Terroir und die bevorzugte Rebsorte Pinot Noir in den Vordergrund zu stellen. In den letzten zwei bis drei Jahrzehnten hat das Haus die Qualität seiner Weine und seinen Ruf durch Innovationen und die Kreation neuer Cuvées, die nun ihre volle Reife erreicht haben, deutlich verbessert.
Apvril Le Philipponnat (das „de“ fiel während der Französischen Revolution weg) war der erste Vorfahre der Familie, der sich in der Champagne niederließ. Als Hauptmann in einer Schweizer Kompanie, ursprünglich aus dem Kanton Freiburg stammend, trat er während der Italienischen Kriege und unter Franz I. in die französische Armee ein. Bekannt ist, dass er Marie d’Ambonnay heiratete, von der er Weinberge in Mareuil und Ay erwarb. Symbolisch wählte das Haus das Jahr 1522 als Gründungsjahr in der Champagne. Apvril wird zu dieser Zeit im Testament von Dom Jean Royer, dem letzten Abt von Hautvillers, als Landbesitzer in Ay erwähnt.
Seine Nachkommen, oft königliche Bürgermeister von Ay, ließen das Familienwappen 1696 in das französische Wappenbuch eintragen, das heute alle Flaschen des Hauses ziert. Die Familie Philipponnat, Weinbauern und Weinhändler, gehörte Mitte des 19. Jahrhunderts zu den ersten, die Schaumweine etikettierten. 1910 modernisierten und erweiterten Auguste und Pierre Philipponnat das Familienunternehmen, indem sie ihr eigenes Unternehmen gründeten und später die Weinkeller von Château de Mareuil erwarben.
Im Laufe dieser langen Geschichte hat Maison Philipponnat einen 20 Hektar großen Weinberg mit Premier- und Grand-Cru-Lagen im Herzen der Champagne aufgebaut und pflegt enge Beziehungen zu den Partnerwinzern, die ihnen ihre Produktion anvertrauen. Gemeinsam kultivieren sie ein breites und dennoch bemerkenswert beständiges Sortiment an Champagnern, die sowohl reichhaltig als auch präzise sind.
Ihr Selbstverständnis ruht auf drei Säulen: Erstens auf der Intensität des Pinot Noir von den Südhängen des Marne-Tals, der den Kern ihrer Cuvées bildet; zweitens auf der mineralischen Spannung der Kalkböden der Premier- und Grand-Cru-Lagen; und schließlich auf präziser Weinbaukunst, die Weine hervorbringt, die die Reinheit ihrer Herkunft widerspiegeln.