Christian Balog beschreibt den Chateau Lascombes 2025 Margaux wie folgt:
93-94 Punkte
Auch hier bei Lascombes geht es weiter in der Entwicklung. Die Nase ist sehr klar, dunkelbeerig und komplex, mit dunklen Aromen die aber nicht von zu viel Holz kommen, eher ein wenig Lakritz, oder Veilchen. Dann eine kühle moosige Nuance. Am Gaumen ist der Wein kraftvoll, mit fleischigem Tannin ohne anzustrengen. Einer guten Struktur der Säure, eher stützend als dominierend. Kraftvolles Finisch.
95-97/100 Jeb Dunnuck 12/05/2026
Cassis, Graphit, kreidige Mineralität und würziges Holz prägen den 2025 Château Lascombes, einen deutlich strafferen, fokussierteren Ausdruck im Vergleich zum Zweitwein. Eine Cuvée aus 60% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot sowie 5% Cabernet Franc und Petit Verdot, aus winzigen Erträgen von 25 Hektolitern pro Hektar, gelesen zwischen dem 8. und 25. September; der Wein ruht in 60% neuer französischer Eiche, mit einem kleinen Anteil in Foudre und Amphore. Am Gaumen wunderschön konzentriert, mit vollmundiger Reichhaltigkeit, reichlich Tannin und einem großartigen Finale. Er kommt auf 13,5% Alkohol bei einem pH-Wert von 3,59, und die Reinheit ist hier erstklassig.

11/05/2026
Extrem anspruchsvoll und raffiniert, mit feinen Tanninen und langem Finale. Mittelkräftig, poliert und hübsch. Anklänge von Johannisbeere, Brombeere und Kirsche. Ernsthaft gearbeitet. Einer der besten überhaupt.
93-95/100 Vinous Neal Martin 07/05/2026
Der 2025 Lascombes wurde bei 25 hl/ha zwischen dem 8. und 25. September gelesen. Er besitzt ein fokussiertes und recht opulentes Bouquet, doch alles ist sehr gut kontrolliert, als läge ein straffer Zügel über der Aromatik von schwarzer Pflaume, Jod und Veilchen. Der Gaumen ist mittelkräftig, mit leicht kreidigen Tanninen im Auftakt, die der Dichte schwarzer Frucht entgegenwirken. Wirklich beeindruckende Mineralität in diesem Margaux, mit einer angenehmen Strenge hin zum beinahe Pauillac-artigen Finale. Dies trägt eindeutig die Handschrift von Kellermeister Axel Heinz, deutlich präziser und spannungsvoller als die Jahrgänge vor einem Jahrzehnt.

92-94/100 Wine Advocate William Kelley 04/05/2026
Eine Cuvée aus 60% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot sowie 5% Cabernet Franc und Petit Verdot: Der 2025 Lascombes entfaltet sich im Glas mit Noten von tintigen Beeren, Bleistiftspänen und einem dezenten Hauch Veilchen. Mittel- bis vollmundig, dicht und konzentriert, mit einem vielschichtigen, muskulösen Profil und reifen Tanninen, die sich im Finale bemerkbar machen. Seine breiten Schultern stammen eher von den niedrigen Erträgen von 25 Hektolitern pro Hektar als von Extraktion, da Heinz und sein Team die Gärtemperaturen auf 25 Grad Celsius begrenzten und die Weine nach Abschluss der alkoholischen Gärung behutsam behandelten.
95-97/100 Vinous Antonio Galloni 26/04/2026 Der 2025 Lascombes markiert einen weiteren enorm wichtigen Schritt nach vorn für dieses wiedergeborene Château. Seidig und zugleich recht kraftvoll, zeigt sich der 2025er nahtlos im Glas. Dunkle Cabernet-Sauvignon-Frucht öffnet den Reigen, gefolgt von Anklängen an Graphit, neues Leder, Weihrauch, Tabak und verbrannte Erde. Das lange, skulpturale Finale ist dramatisch in seiner Schönheit, geprägt von klaren mineralischen Noten und raffinierten, anhaltenden Tanninen. Das ist wirklich beeindruckend und Axel Heinz’ bislang bester Lascombes. Dreimal verkostet.
95-97/100 The Wine Palate Lisa Perrotti-Brown 04/05/2026 Tief granat-violett gefärbt, benötigt der 2025 Lascombes viel Schwenken, um Aromen von zerdrückten roten und schwarzen Johannisbeeren, Kirschwasser und nassem Schiefer zu wecken, gefolgt von einer Untermalung aus Rosen, Bouquet garni und Zimtstange. Der mittelkräftige Gaumen ist unglaublich elegant und nuanciert, mit feinkörnigen Tanninen und großer Spannung, die die duftigen schwarzen und roten Fruchtaromen stützen, und endet lang und erdig. Wunderschön. Die Cuvée besteht aus 60% Cabernet Sauvignon, 35% Merlot und 5% Cabernet Franc. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,5%. Dreimal verkostet.
96/100 Georgina Hindle 04/05/2026
Schokolade, schwarze Johannisbeere und Vanille, dazu Johannisbeerblatt, etwas Lakritz und getrocknete Blüten in der Nase. Griffig und füllend, aber hinsichtlich der Tanninkraft leichtfüßig. Man bekommt Körper, Konzentration und Intensität, doch die Fruchtreinheit sticht wirklich hervor – schwarze Johannisbeere, Heidelbeere und Schwarzkirsche mit viel frischer Minze, Graphit, Cola und Lakritz. Ein recht stattlicher Wein mit geradlinigem Finale. Noch jung und fest. 1% Petit Verdot vervollständigt die Cuvée. pH 3,6. Ertrag 25 hl/ha. 45% Grand-Vin-Produktion.
96/100 Inside Bordeaux 30/04/2026
Reichhaltig, kraftvoll, tief, mit lebendigen Pflaumenfarben; ich liebe hier absolut die schieferartige, schabende Textur sowie die sich windenden Veilchen- und Irisblüten. Wie so oft in diesem Jahr brauchen die Weine einen Moment, bevor Cremigkeit und Kirschkern hervortreten. Ich liebe das Zusammenspiel von Pulverdampf und Gewürzen. Glatte und seidige Tannine, gute Qualität mit reichlich Beerenfrucht; dieser Wein besitzt eine wunderschöne Balance. Hier entschied man sich, bei der Lese die Aromatik zu priorisieren, und das spürt man, zugleich erhält man jene Schiefertextur, die einen ins Médoc führt. Ertrag 25 hl/ha. Lese vom 8. bis 25. September. Dreimal verkostet.
Peter Moser beschreibt den Chateau Lascombes 2025 Margaux wie folgt:
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feine Kräuterwürze, etwas Nougat, dunkle Beerenfrucht, reife Zwetschken, kandierte Orangenzesten. Kraftvoll, saftig, dunkelbeerig, reife, tragende Tannine, zart schokoladig im Abgang, ein komplexer Speisenbegleiter, zeigt Länge und Potenzial.