Christian Balog beschreibt den Chateau Palmer 2025 Margaux wie folgt:
94-96 Punkte
Die Nase wirkt etwas schüchterner als beim Alter Ego. Am Gaumen ist der Wein sehr balanciert und finessenreich. Ein feiner Palmer der Tiefe und Aromatische Komplexität besitzt, dennoch ist es ein Palmer der wahrscheinlich die elegantere und frischere Variante des Chateau zeigen wird ohne auf die dunkle reife Frucht mit einem zarten Zarbitterschokotouch.
William Kelley 04/05/2026
Einer der raffiniertesten und nahtlosesten Weine des Jahrgangs ist der 2025 Palmer, eine Cuvée aus 55% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon und 4% Petit Verdot. Er entströmt dem Glas mit Aromen von süßen Brombeeren, Pflaumen und Lakritz, ergänzt durch florale Akzente von Veilchen und Glyzinien – ja, das Fenster des Verkostungsraums war geschlossen. Vollmundig, geschmeidig und vielschichtig, mit einem tiefen und konzentrierten Fruchtkern, leuchtender Säure und geschmeidigen Tanninen, ist er bereits harmonisch und vollständig und endet in einem langen, durchdringenden Finale. Mit nur 13,5% Alkohol liegt er deutlich niedriger als die meisten jüngeren sonnigen Jahrgänge bei Palmer.
95-97/100 The Wine Palate Lisa Perrotti-Brown 04/05/2026
Tief granat-violett gefärbt, stürmt der 2025 Palmer mit energiegeladenen Noten von frisch zerdrückten Pflaumen, roten Johannisbeeren und reifen Brombeeren hervor, gefolgt von Nuancen von Veilchen, Rosenknospen, Anis und fruchtbarem Lehmboden sowie einem Hauch Rosmarin. Der mittelkräftige Gaumen besitzt eine fesselnde Textur aus Kreide und Seide, gestützt von einer rassigen Linie und intensiven schwarzen und roten Beerenschichten, und endet lang und parfümiert. Ein echter Blickfang! Die Cuvée besteht aus 55% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon und 4% Petit Verdot. Der pH-Wert liegt bei 3,69, der Alkoholgehalt bei 13,5%.
Neal Martin 07/05/2026
Der 2025 Palmer wurde zwischen dem 4. und 26. September bei nur 20 hl/ha gelesen; Duroux erwähnte, dass die Erträge im letzten Jahrzehnt um rund 10 hl/ha zurückgegangen sind. Er reift in 80% neuer Eiche und wird im folgenden Juni in Foudres umgezogen. In der Nase ist er Palmer in Reinform, mit jenen beinahe extravaganten floralen Veilchennoten, die im Glas aufblühen. Wundervolle Kontur und Fokussierung, mit der Zeit treten Anklänge von Tusche und Cassis hervor. Der Gaumen ist im Auftakt sehr glatt und samtig und verbirgt dabei Substanz und Gewicht dieses Weins. Beeindruckend in seiner Dichte, mit etwas mehr Grip als der Alter Ego, liefert er genau das richtige Maß an Würze, das dem Finale eine weitere Dimension verleiht. Einer der längerfristigen Margaux-Weine, der in seinen ersten Jahren von Kellerreife profitieren würde.
James Suckling am 11/05/2026:
Üppig ist das Wort, um diesen Rotwein zu beschreiben. Vollmundig und vielschichtig, mit samtigen Tanninen und einem herzhaften Finale. Saftig am Ende. Auffällig und vornehm. Reichlich Brombeer- und Schwarze-Johannisbeer-Aromen und -Geschmacksnoten.
Jeb Dunnuck am 12/05/2026:
Ein brillanter, dicht purpurfarbener Wein, aus demselben Holz geschnitzt wie sein Stallgefährte: Der 2025 Château Palmer bietet in der Nase eine gewaltige Fülle roter, blauer und schwarzer Früchte, gestützt von kreidiger Mineralität, flüssigen Veilchen und Graphit. Basierend auf 55% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon und 4% Petit Verdot, wird er in 50% neuen Fässern und Foudres ausgebaut und kommt auf 13,5% Alkohol bei einem pH-Wert von 3,7. Am Gaumen ist er vollmundig, mit rundem, verführerischem Mundgefühl, wunderschönen Tanninen und einem großartigen Finale. Im Vergleich zum Alter Ego ist er deutlich strukturierter und tanninreicher, mit einem etwas stärker nach innen gekehrten Stil. Dennoch besitzt er genug Frucht und Textur, um früh Genuss zu bereiten, und wird mindestens ein Jahrzehnt Kellerreife verdienen.
Antonio Galloni 26/04/2026:
Der 2025 Palmer ist insofern ungewöhnlich, als in diesem Jahr Merlot die Cuvée prägt. Das ergibt einen ungewöhnlich saftigen Grand Vin. Dennoch gibt es reichlich stützende Struktur. Die Cuvée besteht aus 55% Merlot, 41% Cabernet Sauvignon und 4% Petit Verdot. Schwarze Frucht, Lavendel, Menthol, Lakritz, Kies und Schokolade bauen sich zu einem druckvollen, kraftvollen Finale auf. Hier gibt es viel Gravitas und Substanz. Ich freue mich sehr darauf, diesen Wein in fertiger Form zu verkosten; mein heutiger Eindruck ist, dass der 2025er noch einen beträchtlichen Teil seines Potenzials zurückhält.
Peter Moser am 24/04/2026:
Tiefdunkles Rubingranat, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Schwarze Beerenfrucht, ein Hauch Cassis, feiner Nougat, dezente Würze, einladendes Bouquet. Komplex, saftig, schwarze Kirschen, feine Extraktsüße, reife Tannine, mineralischer Nachhall, Nougat-Touch im Finale, große Länge, sicheres Reifepotenzial, verführerischer Stil.