Yohan Castaing im April 2026:
Der Branaire-Ducru 2023 ist ein voller Erfolg und offenbart Aromen von dunklen Beeren, Pflaumen, Lakritz und Bleistift, dezent akzentuiert von Gewürzen. Mittlerer bis voller Körper, harmonisch und vielschichtig, besticht er durch einen lebendigen, fein strukturierten Fruchtkern, umrahmt von pudrigen Tanninen, und klingt mit einem langen, duftenden und saftigen Abgang aus.
Zekun Shuai im Dezember 2025:
Klassischer Saint-Julien mit mineralischen Noten über der Frucht, klaren Aromen von Cassis und Zitrusfrüchten sowie einem Hauch feiner Röstgewürze. Ein Hauch von Graphit und Tabak. Mittlerer Körper, straff und präzise, mit Intensität und einem langen, harmonischen Abgang. Hier steht Eleganz im Vordergrund, nicht Kraft und Dichte. Eine Cuvée aus 61 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5,5 % Cabernet Franc und 3,5 % Petit Verdot. Jetzt trinkreif, aber ab 2027 noch besser.
Antonio Galloni im März 2026:
Der Branaire-Ducru 2023 ist ein sehr schöner, delikater Wein. Blumig und elegant präsentiert er sich als zurückhaltender, stilvoller Saint-Julien. Er bietet eine angenehme, unaufdringliche Tiefe und eine feine Balance. Aromen von zerdrückten roten und violetten Beeren, Rosenblüten, Minze, Blutorange, Zimt und weißem Pfeffer prägen diesen weichen, offenen Branaire. Es wird spannend sein zu sehen, ob er mit der Flaschenreife an Fülle gewinnt. Mein Eindruck ist, dass der Ertrag von 53 Hektolitern pro Hektar, der eher hoch ist, besonders auffällt.
Im Februar 2026 notiert Neal Martin:
Der Branaire Ducru 2023 wurde Ende Juni abgefüllt. Er verströmt ein üppigeres Bouquet als erwartet, mit Aromen von schwarzen Pflaumen und Himbeeren, untermalt von Zimt- und Graphitnoten – typisch Saint-Julien. Fein strukturiert. Am Gaumen präsentiert er sich mittelkräftig mit einem lebendigen, eleganten Auftakt und Noten von blauen Früchten, erneut der Graphitnote sowie einer leichten Teernote im schön strukturierten Abgang. Ein klassischer Bordeaux durch und durch, genau so, wie man es von einem Branaire Ducru erwartet. Dieser Jahrgang ist früher trinkreif als der vorherige.
94 Punkte gibt Lisa Perrotti-Brown | The Wine Palate im April 2026:
Der Branaire-Ducru 2023 präsentiert sich in tiefem Granatpurpur. Er verströmt wunderbar reine Noten von saftigen schwarzen Johannisbeeren und Himbeeren, die sich zu einem subtilen Hauch von roten Rosen, Nelken, Zimtstange und Vanille entfalten. Am Gaumen zeigt er sich mittelkräftig mit üppigen Aromen von schwarzen und roten Beeren, herzhaften Akzenten, erfrischender Säure und reifen, feinkörnigen Tanninen, die den Wein tragen und in einem duftenden Abgang münden.
Jeb Dunnuck im März 2026:
Der Château Branaire-Ducru 2023, eine Cuvée aus 61 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5,5 % Cabernet Franc und 3,5 % Petit Verdot, reifte 18 Monate in 60 % neuen französischen Eichenfässern. In der Nase verströmt er ein grandioses Bouquet von Cassis, Graphit, Kräutern, Veilchen und würzigem Holz. Am Gaumen präsentiert er sich mittelkräftig mit guter Konzentration, reifen, geschliffenen Tanninen und einer harmonisch eingebundenen Säure. Ausgewogen und komplex, mit außergewöhnlich langem Abgang, entspricht er ganz dem Stil dieses klassischen, reifen und eher mittelkräftigen Jahrgangs. Er profitiert von 2–4 Jahren Lagerung im Keller und hat ein Lagerpotenzial von 25 Jahren. Trinkempfehlung: 2028–2051.
94 Punkte von Jeff Leve | The Wine Cellar Insider im März 2026:
Espresso, Kirschen, Brombeeren, Kräuter, Mokka und Gewürze entfalten sich bereits im Duft. Am Gaumen präsentiert sich der Wein vielschichtig mit weichen, süßen, reinen und rassigen Aromen von Brombeeren, Pflaumen, Gewürzen und Mokka in einem zugänglichen, lebendigen und frischen Stil, abgerundet durch einen weichen, raffinierten und geschmackvollen Abgang. Dieser Wein reift hervorragend, ist aber auch schon nach wenigen Jahren ein Genuss. Die Cuvée besteht aus 61 % Cabernet Sauvignon, 30 % Merlot, 5,5 % Cabernet Franc und 3,5 % Petit Verdot. Trinkreife: 2028–2055.