Christian Balog beschreibt den Chateau Leoville Poyferre 2025 Saint Julien wie folgt:
93-95 Punkte
Natürlich müssen Fans des Poyferre nicht auf seine Reize verzichten. Die volle Ladung an dunklen Beeren ist mit im Glas. Sein annin wirkt kraftvoll und fleischig im Mund, er hat fast die Struktur des Las Cases, jetzt muss man aber auch fairerweise sagen, dass die Frucht bei Poyferre etwas schmeichelder wirkt. Die schwarze Süsskirsche vermählt sich mit Holunderstrauch und Cassis. Ein Korsett von drahtigen Tanninen stützt den Wein in seinem aromatisch langen Ausklang. Wirklich ein kleiner Kraftprotz wenn man sich die Appellation Saint Julien in Gänze anschaut.
Jeb Dunnuck am 12/05/2026:
Reife, verführerische Mengen roter, schwarzer und blauer Früchte, Rauch, Tabak und verbrannte Erde prägen den 2025 Château Léoville Poyferré, eine Cuvée aus 61% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 8% Cabernet Franc und 5% Petit Verdot. Am Gaumen ist er vollmundig, mit rundem, vielschichtigem, überschwänglichem Mundgefühl, reichlich samtigen Tanninen und großer Tiefe am Mittelgaumen. Ein reifer, opulenter und wunderschön ausgewogener 2025er im Entstehen.
James Suckling am 11/05/2026:
Wunderschön in der Nase. Stilvoll und konzentriert, mittel- bis vollmundig, mit Frische und einer herzhaften Note im Finale. Geschlossen und präzise, mit feinkörnigen, fokussierten Tanninen. Im Ausklang sehr strukturiert. Ein solider und spannungsvoller Médoc.
Neal Martin am 07/05/2026:
Der 2025 Léoville-Poyferré wurde vom 8. bis 23. September bei lediglich 20,3 hl/ha gelesen, durchlief eine sechstägige Kaltmazeration vor der Gärung und reift in 80% neuer Eiche. In der Nase ist dies der Inbegriff von Poyferré, recht sinnlich und rein im Stil, mit Schichten reifer schwarzer Frucht, schwarzer Pflaume, einem Hauch Kampfer und Veilchen. Wundervolle Kontur. Der Gaumen wird von feinen Tanninen gerahmt, ist wunderschön ausgewogen, erneut recht mineralisch im Stil, mit einem präzisen und anhaltenden, graphitgetönten Finale. Wenn Sie Poyferré lieben, werden Sie diesen Wein verehren.
95-97/100 Lisa Perrotti-Brown am 04/05/2026:
Tief granat-violett gefärbt, springt der 2025 Léoville Poyferré mit energiegeladenen Noten von frisch zerdrückten schwarzen Johannisbeeren, frischen Pflaumen und Boysenbeeren aus dem Glas, gefolgt von Anklängen an Minztee, Iris und Holzkohle sowie einem Hauch moosiger Baumrinde. Mittelkräftig, vibriert der Gaumen mit energiegeladenen schwarzen und roten Beerenaromen, gestützt von superweichen Tanninen und einem lebendigen Rückgrat, und endet lang und parfümiert. Wunderschön! Die Cuvée besteht aus 61% Cabernet Sauvignon, 26% Merlot, 8% Cabernet Franc und 5% Petit Verdot. Der pH-Wert liegt bei 3,71, der Alkoholgehalt bei 13,5%. Der Wein reift 18 bis 20 Monate in französischen Barriques, davon 80% neu.
97/100 Jane Anson am 30/04/2026:
Üppig, mit fabelhafter Konstruktion und Grip, ein echter langsamer Entfalter, mit Wellen von Orangenschalen-Mineralität, Kakaobohne und Espresso, seidiger Textur, großartiger Qualität und Tintenfischtinte. Der Ertrag ist mit rund 20 hl/ha extrem niedrig, doch der Wein bewahrt eine opulente Trinkbarkeit, sobald man ihm Zeit im Glas gibt. Eine einfache Empfehlung, und dieser Wein besitzt so viele verborgene Tiefen. Lese vom 8. bis 23. September. pH 3,73. 20,38 hl/ha. 80% neue Eiche. pH 3,71. Lese vom 8. bis 23. September. Alte Reben bei Poyferré bringen von Natur aus niedrige Erträge, und mit dem trockenen Sommer war dies das erste Jahr seit 2011, in dem während der Gärung überhaupt keine Saignée durchgeführt wurde, weil bereits so viel natürliche Konzentration vorhanden war.
Antonio Galloni am 26/04/2026:
Der 2025 Léoville-Poyferré ist wunderschön. Reichhaltig und saftig, mit auffallender Geschmeidigkeit am Mittelgaumen, zeigt der Grand Vin den Jahrgang von seiner besten Seite. Das wird sofort an seinen üppigen Konturen und seiner makellosen Balance deutlich. Dunkelrote bis purpurfarbene Frucht, Rosenblüten, Lavendel, Menthol und Mokka füllen sich im Glas aus und bauen die Schichten mühelos auf. Der 2025er ist ein sinnlicher Grand Vin.
Peter Moser am 24/04/2026:
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, zarte Randaufhellung. Feines Edelholz, Kirschen, ein Hauch Cassis und schwarze Beeren, einladendes Bouquet. Saftig, elegant und ausgewogen, frische Herzkirschnoten, reife, schmelzende Tannine, süßer Extrakt und lang anhaltend, sicheres Entwicklungspotenzial.