Der Schlossberg im nördlichen Teil von Achkarren, einem Ortsteil von Vogtsburg, mit seinen fast 112 Hektar als VDP.Große Lage klassifizierten Anbaufläche ist die Heimat einige Spätburgunder-Parzellen des Weingutes Franz Keller. Diese 20 bis 60 Prozent teilweise recht steile historische Lage ist von schwarzer Vulkanerde (Tephrit) geprägt und nur mit viel Handarbeit zu bewirtschaften. Die Parzellen werden von bis zu 4 Meter hohen Trockenmauern gesichert, in welchen Eidechsen, Schlangen und Feuersalamander Schutz suchen. Die 20-30 Jahre alten Reben wurden per sélection massale vermehrt.
Ulrich Sautter im November 2024:
Im Duft dunkle Beeren und Herzkirsche, Tabak, auch florale Töne und etwas Neuholz. Der Gaumen fließt recht weich und saftig, mit süßer Frucht, sehr feinem Gerbstoff und deutlich mineralischem Hintergrund. Auf Eleganz vinifiziert, mit guter Phenolreife.
Verkostungsnotiz von Christoph Raffelt (August 2024):
Farbe: mittleres Kirschrot
Nase: Der Schlossberg Spätburgunderist ein extrem saftiger, dunkelfruchtiger, schon in der Nase höchst komplexer, dabei fleischiger, tiefer Wein, der gleichzeitig überhaupt nicht überladen, sondern präzise gewirkt, lebendig, saftig und einladend wirkt. Über der reifen, dunklen Kirschfrucht liegt ein Dunst aus Rauch und Rosen, Nüssen und einer eleganten Holzwürze.
Gaumen: Am Gaumen ist das ein Wein, dessen Säure und Tanninstruktur schon jetzt so integriert wirkt, dass man Mühe haben wird, ihn lange liegenzulassen, auch wenn ihm das zusätzliche Dimensionen verleihen wird. Das ist schon jetzt ein großer deutscher Spätburgunder, fein und dicht gewirkt, tief und lang mit einer Konzentration, die jedoch überhaupt nicht angestrengt, sondern vielmehr entspannt wirkt, als habe sich alles ganz natürlich zusammengefunden.