Ein Pinot Noir mit filigraner und zugleich komplexer Struktur
Anbaugebiet: Jahrelange Tests mittels Ausabau kleinster Weinmengen haben die Girlaner schließlich zur idealen Lage geführt, der Monopollage Ganger. Sie liegt in Mazon, auf einer Meereshöhe von 360 bis 380 Metern in südwestlicher Ausrichtung, mit einer Neigung von 3–5 % und zeichnet sich durch ein einzigartiges Mikroklima und tiefgründige Ton- und Kalkböden aus. Es ist der Entstehungsort des Vigna Ganger Pinot Noir Riserva.
Vinifikation und Ausbau: Die vollreifen Trauben werden Mitte September von Hand gelesen und in kleinen Behältern angeliefert. Anschließend wird das Lesegut - ein Fünftel davon als Ganztrauben vinifiziert - mittels Schwerkraft in die Stahlfässer gefüllt, wo die Gärung stattfindet (25 Tage). Nach dem biologischen Säureabbau erfolgt eine 20-monatige Reifung im Barrique. Abschließend lagert der Wein für weitere 18 Monate in der Flasche.
Weinportrait: Intensives Rubinrot mit Aromen von reifen Früchten, Sauerkirschen, Waldfrüchten, Himbeeren und einer leichten Marzipannote. Der Wein präsentiert sich elegant und raffiniert mit guter Säure und Würze. Er weist eine filigrane und zugleich komplexe Struktur auf sowie weiche und ausgewogene Tannine. Dieser Wein begleitet mit Eleganz Hauptspeisen auf Basis von rotem Fleisch, Gebratenem und Wild. Er passt auch hervorragend zu gereiftem Käse.
Monica Larner bewertet den Kellerei Girlan Vigna Ganger Pinot Noir Riserva 2021 im Dezember 2025:
Mazon ist eine besondere Unterzone in Südtirol mit einer langen Tradition im Anbau von Pinot Noir. Dieses Weingut stellt nun zwei Riserva-Auswahlen der Spitzenklasse her, um die individuellen Identitäten der verschiedenen Hänge des Berges hervorzuheben, die dieser Rebsorte gewidmet sind. Der Girlan 2021 Alto Adige Pinot Noir Riserva Mazon Vigna Ganger (in schwerem Glas mit einer Produktion von 2.136 Flaschen) zeigt Konzentration und Kraft in einem relativ vollmundigen Stil. Der Wein reift 18 Monate lang in Barrique-Fässern (70 % neue Eiche) und verbringt sechs Monate in 1.200-Liter-Fässern, um seine langsame Integration zu vollenden. Er zeigt dunkle Früchte und schwarze Johannisbeeren mit einem Hauch von Bergkräutern und getrockneter Orangenschale. Der Einfluss der Eiche kommt vor allem in der mittel- bis vollmundigen Textur des Weins zum Ausdruck.
Aldo Fiordelli für James Suckling im Oktober 2024:
Zedernholz dominiert die Nase, mit hellen, klassischen Pinot Noir-Aromen von Erde, Erdbeeren, gepressten Veilchen und Orangenschalen. Am Gaumen viel Eleganz, mit vollem Körper, seidigen Tanninen, lebhafter Säure und einem langen, würzigen Abgang mit Graphitaromen. Trinken oder lagern.
Die Verkostungsnotiz von Othmar Kiem und Simon Staffler (Oktober 2025):
Leuchtendes Rubinrot mit zarten granatroten Reflexen. In der Nase vielschichtig, mit feinem Rauchton, edlem Holz, Preiselbeere und einem Hauch Lakritze, im Ausklang Anklänge von Tabak. Am Gaumen mit präsenten, gut strukturierten Tanninen und harmonischer Säure, präzise geführt und zugleich kraftvoll, mit langem Finale.