Kurz gesagt: Großartig Der Jahrgang 2022 der Maya ist eine außergewöhnliche Cuvée aus 55 % Cabernet Franc und 45 % Cabernet Sauvignon – eine Komposition, die zuletzt 1989 verwendet wurde. Die Aromatik offenbart ein betörendes Bouquet, das die Sinne unmittelbar in den Bann zieht.
Der erste Eindruck ist ein bezauberndes Zusammenspiel aus Gewürznelke und Veilchen, bei dem sich warme Würze und florale Noten harmonisch vereinen. Am Gaumen zeigt sich die Frucht reif und doch ausgewogen – Brombeere und dunkle Beeren bilden einen lebendigen Kern, der frisch und einladend wirkt. Ein Hauch von Moschus zieht sich durch das Profil und verleiht dem Wein eine faszinierende Tiefe, die zur weiteren Erkundung einlädt.
Die nahtlosen Tannine sorgen für ein luxuriöses Mundgefühl – sie stützen die opulente Frucht gekonnt und lassen zugleich die Komplexität des Weins durchscheinen. Im Verlauf der Aromenentwicklung treten Noten von Lakritz und Mokka hervor, die dem Erlebnis eine dunkle, verführerische Charakteristik verleihen. Diese Elemente bringen eine genussvolle Süße mit sich, die das fruchtbetonte Wesen der Cuvée perfekt ergänzt. Das Finale ist lang und nachhallend, mit getrockneten Kräutertönen, die am Gaumen verweilen. Diese subtile, kräuterwürzige Nuance verleiht dem Wein eine elegante Raffinesse und unterstreicht seine facettenreiche Persönlichkeit. Der Wein wurde 22 Monate lang in 75 % neuem französischen Holz ausgebaut und am 23. Juli 2024 abgefüllt.
James Suckling schreibt im Juli 2025:
Ein vielschichtiger, geschmeidiger und verführerischer Wein, der seidig, vollmundig und elegant ist – und zugleich über hervorragendes Reifepotenzial verfügt. In der Nase zeigen sich Aromen von schwarzen Johannisbeeren, dunkler Schokolade und grüner Minze, am Gaumen folgen Blaubeeren, schwarze Kirschen, Veilchen und Crème de Cassis. Die Struktur ist straff, aber dennoch großzügig. Diese Cuvée, bestehend aus 55 % Cabernet Franc und 45 % Cabernet Sauvignon, stammt aus biodynamischem Anbau und ist für eine lange Lagerung bekannt. Bereits jetzt trinkreif, entfaltet sich ihr volles Potenzial jedoch ab 2030.
Joe Czerwinski über den Maya 2022 Napa Valley red wine Dalla Valle Vineyards im Februar 2025:
Dalla Valles 2022 Maya ist eine Cuvée aus 55 % Cabernet Franc und 45 % Cabernet Sauvignon. In der Nase dominieren Aromen von dunkler Schokolade und schwarzen Kirschen, ergänzt durch leicht pflanzliche Noten und Anklänge getrockneter Gewürze. Am Gaumen zeigt sich der Wein tanninreich und straff, eindeutig noch auf Reifung angewiesen. Dieser mittel- bis vollmundige Wein besitzt nicht ganz die Tiefe und Textur der Tannine wie etwa der Jahrgang 2021, bleibt aber dennoch beeindruckend. Das Finale ist außergewöhnlich lang. Der Cabernet Sauvignon des Weinguts ist derzeit zugänglicher, doch der Maya könnte ihn mit der Zeit übertreffen.
Antonio Galloni im Juli 2025:
Der 2022er Maya ist ein seltener, Cabernet Franc-geprägter Maya – der erste mit einer ähnlichen Cuvée seit 1989. Geschmeidig und vielschichtig präsentiert sich der 2022er in bestechender Form. Dunkle Kirsche, Pflaume, neues Leder, Lakritz und Espresso entfalten sich nach und nach im Glas. Ein bemerkenswerter Wein – der Maya könnte sich durchaus als einer der großen Weine dieses Jahrgangs herausstellen. Zum jetzigen Zeitpunkt gehört er klar zu meinen Favoriten und ist ein aussichtsreicher Spitzenreiter.
Jeb Dunnuck schreibt im Janaur 2025:
Der 2022er Maya ist der erste Jahrgang seit 1989, bei dem der Cabernet Franc den größeren Anteil in der Cuvée ausmacht – sie besteht aus 54 % Cabernet Franc und 46 % Cabernet Sauvignon und reifte 20 Monate in 75 % neuen Fässern. In der Nase zeigt der Wein ein fabelhaftes Bouquet dunkler Johannisbeeren, grüner Kräuter, Veilchen, Kampfer, neuen Leders und floraler Noten. Am Gaumen ist er mittel- bis vollmundig, mit geschichteter, geschliffener Textur, reifen Tanninen und einem brillanten Abgang.
98 Punkte gibt Jonathan Cristaldi im Februar 2025:
Dieser Wein stammt aus den Maya-Parzellen an der Südseite des Weinguts, kombiniert mit Cabernet Franc aus einem angrenzenden Teilstück neben dem Au Paradis-Weinberg von Peter Michael – und ist im Jahrgang 2022 absolut herausragend. Auch wenn er nicht für 40 Jahre Lagerung gedacht ist, bringt er problemlos die Struktur mit, um 20 bis 30 Jahre zu reifen – ohne Übertreibung. Schon direkt nach dem Öffnen zeigt er sich duftig und einladend, mit Aromen von Salbei, ungerauchtem Tabak und eleganten, würzigen Noten von geröstetem Zedernholz, akzentuiert durch einen Hauch von Weihrauch. Am mittelkräftigen Gaumen präsentiert er feinkörnige Tannine mit fester Struktur sowie ein großzügiges Fruchtgewicht, das geschmeidiger wirkt als in früheren Jahrgängen. Ein „Wow“-Wein, der schon in seiner Jugend großen Genuss bereitet, aber ebenso das Potenzial hat, jene zu belohnen, die ihn mit Geduld reifen lassen. Maya Dalla Valle, Tochter der Gründerin Naoko Dalla Valle, leitet die Weinbereitung, mit Unterstützung von Andy Erickson und Michel Rolland. Für das Weinbergsmanagement zeichnet Edgar Alfaro verantwortlich.
Colin Hay vom "The Drinks Business" bewertet den Wein mit 99 Punkten und schreibt:
Grazie in Bewegung. Elegant, raffiniert, tief, dunkel und geschmeidig – mit einem intensiven, kompakten Kern von beinahe sphärischer Form. Was ich an diesem Wein vielleicht am meisten liebe, ist die zurückhaltende Weite: Der Durchmesser des Kerns wird von den Tanninen bestimmt – supergeschmeidig, aber dennoch strukturiert und spürbar. Das verleiht ihm enorme Wirkung und Intensität. Wunderschöne Aromen von kandierten Blüten und Veilchen. Tatsächlich erinnern sie an Parma-Veilchen (nun ja, vielleicht eher eine Empfindung als eine Tatsache). So viel Grazie. So viel Finesse. So viel Subtilität für einen Wein mit solch natürlicher Kraft. Ein Star jeder Herbstkampagne.