Aus dem Kernstück des Achkarrer Schlossbergs
Achkarrer Schlossberg: steil, windgeschützt, Kernstück einer warmen, historisch bedeutsamen Steillage - einzigartiges Kleinklima. Grauburgunder aus alter Genetik, die per Sélection Massale vermehrt wurden.
Ulrich Sautter im November 2024 zum 2022er Grauburgunder Schlossberg von Franz Keller:
Den Duft dominieren zunächst hefige und burgunderbeerige Aromen. Dann kommt der Vulkanstein. Der Gaumen setzt weit und geschmeidig an, dann greifen eine trockene Phenolik und ein saftiger Säurenerv. Eine gewisse Austerität, aber ohne die warme Lage zu kaschieren. Deutliche Mineralik im Abgang.
Verkostungsnotiz von Christoph Raffelt | Vinaturel (August 2024):
Farbe: Helles Goldgelb
Nase: Die Nase dieses Großen Gewächses ist erinnert an einen reifen Fruchtkorb mit Noten von weißem Pfirsich, Birnen und Äpfeln und Zitronen. Dazu gibt es eine Nuance von Feuerstein und Grafit, dazu nussige Noten und Kräuter sowie einen Hauch Galiamelone und eine Spur Holz.
Mund: Am Gaumen ist das ein straighter, komplett durchgegorener Wein, der trotz der Wärme des Weinbergs frisch, und rassig wirkt, eine lebendige Säure und viel Energie transportiert. Der Vulkanboden sorgt für eine spannungsvolle Mineraliät, der lange Ausbau auf der Vollhefe für Volumen und Tiefe. Gleichzeitig bleibt der Grauburgunder präzise, geschliffen und elegant. Ein echter und seltener Cru dieser Rebsorte.