Christian Balog beschreibt den Chateau Troplong Mondot 2025 Saint Emilion wie folgt:
95-97 Punkte
Der grosse Wein steht fest und dicht im Glas mit dunklen reifen Beerenaromen, die Nase lässt nur einen Hauch von Holz erahnen sehr behutsam eingebunden. Nur noch 40% des Holzes ist neu. Im Mund ist Wein dicht, mit feiner adstringenter Tanninstruktur. Er ist fleischig mit dieser dichten Persistenz und alles ist wird von dieser feinen vitalen Säure getragen. Ein kraftvoller Wein mit langem Ausklang.
Verkostungseindruck Wine Advocate:
Gelesen zwischen dem 28. August und dem 25. September – sicher eine der größten Zeitspannen in Bordeaux in diesem Jahr, aber angesichts der unterschiedlichen Höhenlagen und Expositionen des Guts logisch -, ist der 2025 Troplong Mondot einer der Weine des Jahrgangs. Er zeigt ein tiefes Bukett von Brombeeren und Pflaumen, ergänzt von floralen Akzenten von Flieder, Iris und feinen Gewürzen. Vollmundig, tief und dicht, besitzt er einen grüblerischen Fruchtkern, der von lebendiger Säure und süßen, aber reichlich vorhandenen Tanninen umrahmt wird. Die Cuvée aus 85% Merlot, 13% Cabernet Sauvignon und 2% Cabernet Franc wird es mit dem 2022 aufnehmen können, auch wenn die Jahrgangssignatur beider Jahre sehr unterschiedlich ist.
Peter Moser beschreibt den Chateau Troplong Mondot 2025 Saint Emilion wie folgt:
Tiefdunkles Rubingranat, opaker Kern, violette Reflexe, dezente Randaufhellung. Feine Nuancen von schwarzen Kirschen, zart nach Preiselbeeren, ein Hauch von Zwetschgen, zarte Gewürznuancen, kandierte Orangenzesten, einladendes Bukett. Saftig, gute Komplexität, elegant, rotbeeriger Touch, feine Extraktsüße, seidige Tannine, salzig-zitronig im Abgang, tolle Frische, man kann den Kalkstein fühlen, lang anhaftend, große Länge, rotbeeriger Nachhall, sicheres Reifepotenzial.
96/100 Georgina Hindle am 21/05/2026:
Wunderschöner Rosenblütenduft in der Nase, floral und ausdrucksstark, mit einigen getrockneten Kräutern, dunkler Brombeerfrucht und Anklängen von Lakritz. Rund und zugleich geschmeidig, mit herrlicher Textur und Energie von Beginn an. Kauig, aber so delikat, mit sanftem Grip und einem Polster saftiger, mundwässernder, dabei kühler roter Beerenfrucht sowie wirklich kristallinen, salzig umrandeten Tanninen. Ich liebe den sanften Rahmen hier, so anders als 2022, aber so genussvoll. Dichte ist zweifellos vorhanden, doch man spürt keinerlei Schwere oder offensichtliche Muskelkraft. Seidig, griffig, mit salzigem Biss und frischem Finale. Für Troplong fast zurückhaltend – voller saftiger Säure und stützender Tannine. Ich denke, dieser Wein wird mit der Reife noch an Fülle gewinnen. Direktor Aymeric de Gironde sagte, 2025 sei „eine Mischung aus der Intensität von 2022 und der Strahlkraft von 2023, aber mineralischer“. pH 3,43. Gesamtertrag 27 hl/ha. Ausbau in 50% neuer Eiche, 40% Foudres und 10% einjährigen Fässern, mit dem Ziel, künftig stärker in Richtung Foudre zu gehen.
Jeb Dunnuck am 12/05/2026:
Seit 2020 bringt dieses Gut absolut brillante Weine hervor, und der reine, anmutige 2025 Château Troplong Mondot macht alles richtig. Schwarze Himbeere, zerstoßener Stein, würziger Graphit und verschiedene florale Noten prägen die Aromatik. Am Gaumen ist er mittel- bis vollmundig, mit reinem, vielschichtigem Mundgefühl, schöner Konzentration am Mittelgaumen und einem großartigen Finale. Er ist einer jener seltenen Weine, die bemerkenswerte Intensität und Tiefe ohne jedes Gefühl von Gewicht verbinden, und stilistisch kommt er dem 2020er am nächsten.
97-99/100 Jeff Leve am 11/05/2026:
Brombeeren, Lakritz, Blüten und Schokolade zeigen sich im Duft. Dazu kommt ein außergewöhnliches Maß an Auftrieb und Lebendigkeit, gepaart mit maritimen Einflüssen, die den Wein vorantreiben, bevor man in seine Schichten perfekt reifer schwarzer Kirschen und Pflaumen eintaucht. Elegant, kraftvoll, lang und saftig, mit einer wunderschönen Saftigkeit im Finale, die man einfach mögen muss. Die Cuvée besteht aus 85% Merlot, 13% Cabernet Sauvignon und 2% Cabernet Franc. 14% Alkohol, pH 3,5. Die Lese fand vom 29. August bis 20. September statt, was den frühesten Lesebeginn in der Geschichte des Guts markiert. Der Ausbau erfolgt in einer Kombination aus 50% neuen französischen Eichenfässern, Foudres und einjährigen Fässern. Trinken von 2030 bis 2060.
Neal Martin am 07/05/2026:
Der 2025 Troplong Mondot reift in 50% neuer Eiche, 40% Foudres und 10% einjährigen Fässern. Er besitzt ein sehr intensives Bouquet mit schwarzen Kirschen, Cassis und Irisblüten sowie einem Hauch Tintenfass. Sehr klar definiert. Der Gaumen ist mittelkräftig, mit kreidigen Tanninen, viel Spannung und Mineralität. Lebhaft und zugleich linear und korrekt, liefert er reichlich Frucht, jedoch auf sehr kontrollierte Weise. Im Finale spürt man ein Prickeln auf der Zunge. Klassevoll und anspruchsvoll, wird dies zu den feinsten Troplong Mondots bislang zählen.
97-99/100 Lisa Perrotti-Brown am 04/05/2026:
Tief granat-violett in der Farbe, benötigt der 2025 Troplong Mondot ein wenig geduldiges Schwenken, um Noten von zerdrückten schwarzen Kirschen, reifen Brombeeren und schwarzen Pflaumen freizusetzen. Danach öffnen sich Nuancen von Flieder, Eisenerz, Sandelholz und Kreidestaub. Der mittel- bis vollmundige Gaumen ist intensiv, mit straff gewobenen schwarzen Frucht- und Mineralschichten, gerahmt von festen, kreidig texturierten Tanninen und einer knackigen Linie, und endet sehr lang und rein. Sehr eigenständig und sehr beeindruckend. Die Cuvée besteht aus 85% Merlot, 13% Cabernet Sauvignon und 2% Cabernet Franc. Der Alkoholgehalt liegt bei 13,9%, der pH-Wert bei 3,43.
James Suckling am 29/04/2026:
Ein sehr strukturierter Wein mit Aromen von Brombeere, Haselnuss, dunkler Schokolade, Veilchen und etwas schwarzer Lakritze. Vollmundig, aber auf zurückhaltende Weise, mit großartigem Rahmen aus feinen Tanninen. Elegant und strukturiert. Macht Freude beim Verkosten. 13,9% Alkohol. 85% Merlot, 13% Cabernet Sauvignon und 2% Cabernet Sauvignon.
Antonio Galloni am 26/04/2026:
Der 2025 Troplong Mondot ist einer der finessenreichsten Weine, die ich hier je verkostet habe. Dunkel, großzügig und explosiv, mit überwältigender Reinheit, hat der 2025er schlicht alles. Anklänge von getrockneten Kräutern, Schokolade, Menthol, Lakritz und Brombeere verleihen dem Wein bemerkenswerte Konzentration und reine Kraft. Trotz all seiner natürlichen Reichhaltigkeit ist der 2025er überhaupt nicht schwer. Ein vollkommen atemberaubender Saint-Émilion; Troplong Mondot ist ganz klar einer der Weine des Jahrgangs. Die Lese begann am 28. August, so früh wie nie zuvor, und endete fast einen Monat später am 25. September, was zeigt, wie vielfältig die Terroirs hier sind. Der Ausbau erfolgte in 50% neuer Eiche, 40% 20-hl-Foudres und 10% einmal belegten Fässern. Zweimal verkostet.