Yohan Castaing im April 2026:
Der 2023er Léoville Barton präsentiert sich hervorragend und verströmt aus dem Glas Aromen von Cassis, Bleistiftspänen, glühender Kohle und einem dezenten Hauch von neuer Eiche. Mittel- bis vollmundig, geschmeidig und vielschichtig, ist er tief, dicht und klassisch strukturiert, mit reifen Tanninen, ausgezeichneter Fruchtreinheit und einem durchdringenden Abgang. Es handelt sich um eine Cuvée aus 87 % Cabernet Sauvignon, 10 % Merlot und 3 % Cabernet Franc mit einem Alkoholgehalt von 13 %."
James Suckling im Dezember 2025:
Ein eleganter Leoville-Barton. Aromen von Himbeeren, Johannisbeeren, Lavendel und einem Hauch von Zedernholz. Mittelkräftig, mit sehr feinen, gut eingebundenen und geschliffenen Tanninen, die durch Frische und Präzision bestechen. Sehr ansprechend. Kann bereits jetzt getrunken werden, ist aber ab 2028 noch besser.
Antonio Galloni im März 2026:
Der 2023er Léoville-Barton ist wunderbar ausgewogen und ausdrucksstark. Graphit, Salbei, zerkleinerte Steine, Weihrauch, Gewürze und Bleistiftspäne harmonieren mit einem Kern aus lebhaften dunkelblauen und schwarzen Früchten. Derzeit ist der 2023er noch recht verschlossen. Ich würde ihm mindestens ein paar Jahre in der Flasche gönnen, da die Tannine und Säuren Zeit brauchen, um sich zu integrieren. Der Léoville-Barton ist ein echter Inbegriff eines Saint-Julien. Wunderschön.
Im Februar 2026 notiert Neal Martin:
Der 2023er Léoville Barton braucht etwas Zeit, um sich im Glas zu entfalten, und entfaltet zunächst lebhafte Noten von Brombeere und Brombeerstrauch, vermischt mit Zedernholz, während sich mit der Zeit zarte blumige Aromen von Pfingstrose zeigen. Er ist ein typischer Barton, jedoch mit größerer Präzision im Vergleich zu Jahrgängen von vor 10 oder 20 Jahren. Am Gaumen ist er mittelkräftig mit fein geformten Tanninen, anmutig, nicht kraftvoll oder schwer, sondern leichtfüßig mit reichlich Mineralität im Abgang. Zugänglicher als der 2022er, ist dies ein ausgezeichneter Léoville Barton.
96 Punkte von Lisa Perrotti-Brown | The Wine Palate im April 2026:
Der 2023er Léoville Barton präsentiert sich in einem tiefen Granat-Violett. Er entfaltet sich im Glas mit Noten von schwarzen Kirschen, saftigen Brombeeren und Johannisbeerpastillen sowie Nuancen von Flieder, Holzrauch und schwarzen Trüffeln. Am Gaumen ist er leicht- bis mittelkräftig, dicht und wunderbar erfrischend, mit reifen, feinkörnigen Tanninen und energiegeladenen Noten von schwarzen Früchten, gefolgt von einem langen, duftenden Abgang. Die Cuvée besteht zu 87 % aus Cabernet Sauvignon, zu 10 % aus Merlot und zu 3 % aus Cabernet Franc und reift in Barriques, von denen 60 % neu sind.
Jeb Dunnuck im März 2026:
Cassis, schwarze Johannisbeeren, Graphit, Tabak und ein Hauch von Schotter entfalten sich im Château Léoville Barton 2023, einem eher von Cabernet Sauvignon geprägten Wein, der 18 Monate in zu 60 % neuen französischen Eichenfässern gereift ist. Die endgültige Cuvée besteht aus 87 % Cabernet Sauvignon, 10 % Merlot und 3 % Cabernet Franc. Der Wein ist mittel- bis vollmundig und präsentiert sich am Gaumen straff, kompakt und geradlinig – ganz im klassischen Léoville-Barton-Stil. Mit einer Produktion von rund 15.800 Kisten ist er wunderschön gelungen und wird eine Lagerfähigkeit von 50 Jahren haben. Trinkreife: 2028–2073.
95 Punkte gibt Jeff Leve | The Wine Cellar Insider im März 2026:
Aromen von Blumen, Brombeeren, Tabak, Zedernholz und Gewürzen entfalten sich mühelos im Bouquet. Auf einem schmalen Grat zwischen klassischer Zurückhaltung und Modernität gelegen, zeigt sich im mittleren Gaumen und im Abgang eine vollmundige, salzige Note inmitten der üppigen Johannisbeernoten, die hier wirklich gut zur Geltung kommt. Der Wein ist eine Cuvée aus 87 % Cabernet Sauvignon, 10 % Merlot und 3 % Cabernet Franc. Trinkreife: 2030–2060.