Yohan Castaing im April 2026:
Der Latour à Pomerol 2023 eröffnet mit Aromen von Gewürzen, dunklen Beeren, Lakritz und Rosenblättern, dezent untermalt von Eichenholznoten. Er präsentiert sich mittelkräftig bis vollmundig, dicht und strukturiert, getragen von einem soliden Gerüst aus feinkörnigen Tanninen, die in einen langen, harmonischen Abgang münden. Dieser Wein belohnt Geduld und benötigt Zeit im Keller, um sich zu entfalten und sein volles Potenzial zu entfalten.
Zekun Shuai im Dezember 2025:
Ein intensives Bouquet mit vielschichtigen Fruchtaromen und komplexen Noten von dunklen Kirschen, schwarzen Pflaumen, Mineralien, Röstgewürzen sowie Anklängen von Zitrusfrüchten und Pilzen. Mittlerer Körper und harmonische Struktur mit kräftiger Frucht und festen, feinkörnigen Tanninen. Langer, eleganter Abgang. 100 % Merlot. Dieser Wein zeigt bereits die Zugänglichkeit eines Merlots, wird aber in zwei bis vier Jahren an Komplexität gewinnen.
Antonio Galloni im März 2026:
Der Latour à Pomerol 2023 ist ein stilvoller, eleganter Wein. Intensive Aromen, fein abgestimmte Frucht und seidige Tannine verleihen ihm eine vollendete Raffinesse. Leser erwartet ein Pomerol von makelloser Ausgewogenheit. Aromen von eingelegten Kirschen, Gewürzen, neuem Leder und Blutorange leiten zu einem subtilen, aber dennoch erstaunlich anhaltenden Abgang über.
Im Februar 2026 notiert Neal Martin:
The 2023 Latour à Pomerol has a clean and pure bouquet with raspberry and blackberry fruit, mixed with incense and lightly pressed iris flower aromas. Quite understated in style. The palate is medium-bodied with grainy tannins, a lovely core of red fruit laced with white pepper and thyme, cohesive and harmonious, building toward the nicely structured finish. This is slightly above my expectations from barrel and this is reflected in my score. Excellent.
Jane Anson | Inside Bordeaux im April 2026:
Dieser Wein besticht durch seine satte Pflaumenfarbe und eröffnet mit einer spritzigen Pfeffernote, die ihm eine angenehme Schärfe verleiht. Im Abgang entfalten sich Aromen von Minze, Cassis, Brombeeren, Weißdorn und Kakaobohne, untermalt von einem angenehm griffigen Tannin. Lese: 7. bis 19. September. Ausbau: 50 % neues Eichenholz.
91 Punkte von Lisa Perrotti-Brown | The Wine Palate im April 2026:
Der 2023er Latour à Pomerol, ein reinsortiger Merlot, präsentiert sich in tiefem Granatpurpur. Nach kurzem Schwenken entfalten sich Aromen von saftigen schwarzen Pflaumen, Brombeeren und Zedernholz, gefolgt von Anklängen an schwarzen Pfeffer und Kardamom. Am Gaumen zeigt er sich mittelkräftig bis vollmundig, samtig und fruchtig mit einer erfrischenden Struktur und einem mineralischen Abgang. Nach 62 Jahren exklusiver Bewirtschaftung konnte die Familie J. P. Moueix das Weingut 2024 vollständig erwerben.
Jeb Dunnuck im März 2026:
Der Château Latour A Pomerol 2023, ein reinsortiger Merlot aus tiefgründigen, kiesigen und lehmigen Böden, reifte zu 50 % in neuen französischen Eichenfässern. Er präsentiert sich in einem tiefen Rubinrot mit pflaumenfarbenen Reflexen und verströmt Aromen von reifen dunklen Früchten, Graphit, Rauchtabak und Schokolade. Der Wein ist reichhaltig, mittelkräftig bis vollmundig, kompakt und fest, mit einem nach innen gerichteten Charakter, der 4–5 Jahre Flaschenreife benötigt. Er dürfte ein langes Lagerpotenzial besitzen. Trinkempfehlung: 2029–2053.
93 Punkte gibt Jeff Leve | The Wine Cellar Insider im März 2026:
Wer Trüffel liebt – und wer tut das nicht? –, für den ist dieser erdige Wein genau das Richtige. Vollgepackt mit dem intensiven Aroma des Pilzes, präsentiert er sich dunkel, tiefgründig, elegant und würdevoll mit Noten von Schwarzkirschen, Pflaumen, Kakao und feinen Tanninen, die im Abgang besonders gut zur Geltung kommen. Dieser reinsortige Merlot ist ein Genuss. Trinkreife: 2028–2047.