Yohan Castaing im April 2026:
Der duftende und raffinierte La Fleur-Pétrus 2023 ist hervorragend gelungen und verströmt Aromen von Rosenblättern, dunklen Beeren, Pflaumen und Weihrauch, wobei die Noten des neuen Eichenholzes kaum wahrnehmbar sind. Mittelkräftig bis vollmundig, dicht und tiefgründig, präsentiert er sich vielschichtig mit einem konzentrierten Fruchtkern, der von feinen Tanninen umrahmt wird und in einem langen, durchdringenden, mineralischen Abgang mündet. Die Cuvée besteht aus 97 % Merlot und 3 % Cabernet Franc und reifte zu 50 % in neuen Eichenfässern.
James Suckling im Dezember 2025:
In der Nase Brombeeren, schwarze Trüffel und Anklänge von Zeder, Rinde und Graphit. Mittlerer bis voller Körper mit cremigen, geschliffenen Tanninen und einem langen, geschmackvollen Abgang. Dieser Wein ist straff und ausgereift, mit einer ausgewogenen Kraft. Geben Sie ihm bis 2030 Zeit, sein volles Potenzial zu entfalten.
Antonio Galloni im März 2026:
Der La Fleur-Pétrus 2023 ist makellos. Zart und doch geschmeidig fängt er die Dualität des Jahrgangs perfekt ein. Sanfte Aromen umhüllen dunkle rote Pflaume, Zeder, Pfeifentabak, getrocknete Kräuter und Weihrauch. Der 2023er entfaltet sich mit etwas Zeit im Glas wunderbar. Ich vermute, er wird sich in den nächsten Jahren in der Flasche ähnlich gut entwickeln. Ein wahrhaft eleganter, feiner Pomerol.
Im Februar 2026 notiert Neal Martin:
Der La Fleur-Pétrus 2023 besticht durch ein raffiniertes Bouquet mit Himbeere, Walderdbeere, schwarzem Trüffel und einem Hauch von Leder, die sich nach und nach in der Nase entfalten. Er ist klassisch im Stil, obwohl ich mir etwas mehr Ambition gewünscht hätte. Am Gaumen präsentiert er sich mittelkräftig mit geschmeidigen Tanninen, einem guten Körper und feinem Griff. Im Abgang zeigt er eine leicht orientalische Note und wirkt etwas lebendiger als der diesjährige Hosanna. Er bleibt seiner Linie treu, aber genau in der richtigen.
95 Punkte gibt Jane Anson | Inside Bordeaux im April 2026:
Beeindruckend, sorgfältig komponiert, entfaltet sich der Wein langsam und vollmundig, mit der typischen Textur und Fülle eines Pomerol, konzentrierten Röstkaffee-Aromen und Weihrauchnoten. Im Abgang gesellen sich Salzigkeit von Austernschalen, dunkle Cassis-Früchte und ein lebendiges Tanningerüst hinzu. Ausbau in 50 % neuen Eichenfässern. Lese: 7. bis 19. September.
95 Punkte von Lisa Perrotti-Brown | The Wine Palate im April 2026:
Der tief granatrote La Fleur-Pétrus 2023 verströmt im Glas klassische Aromen von reifen Pflaumen, Brombeeren und Bleistiftspänen, gefolgt von Nuancen von Flieder, Eisenerz und Tapenade. Am Gaumen präsentiert er sich mittelkräftig bis vollmundig, dicht und lebendig mit festen, feinkörnigen Tanninen und einem anhaltenden, eisenhaltigen Abgang. Die Cuvée besteht aus 96,5 % Merlot, 3 % Cabernet Franc und 0,5 % Petit Verdot.
Jeb Dunnuck im März 2026:
Der Château La Fleur-Petrus 2023 präsentiert sich in einem leuchtenden Purpurrot und verströmt ein grandioses Aroma von reifen roten und schwarzen Früchten, Schwarzkirschen, Graphit, getrockneten Kräutern und erdigen Noten sowie einer Fülle an Backgewürzen. Dieser Wein, gekeltert aus 97 % Merlot und 3 % Petit Verdot und 16–18 Monate in 50 % neuen französischen Eichenfässern ausgebaut, ist reichhaltig, mittelkräftig bis vollmundig, mit einem konzentrierten, vielschichtigen Mundgefühl, reifen Tanninen und einem außergewöhnlich langen Abgang. Mit der Zeit entwickelt er im Glas die typische Komplexität und Nuancenvielfalt von La Fleur-Petrus. Nach 5–7 Jahren Lagerung ist er problemlos 20–25 Jahre lagerfähig. Trinkreife: 2031–2053.
96 Punkte gibt Jeff Leve | The Wine Cellar Insider im März 2026:
Niemand kennt die Trüffel, die ich gesehen habe, aber jeder kennt die Trüffelaromen, die ich hier schon beim Schwenken und Schnuppern wahrgenommen habe. Hinter dem königlichen Pilz entfalten sich im Aromenprofil Noten von Blumen, Kirschen, schwarzen Himbeeren, Espresso und Lakritz. Am Gaumen ist er sinnlich, lebendig und frisch mit Anklängen von schokoladenüberzogenen schwarzen Kirschen, Minze, Espresso und Pflaumen. Lang, intensiv, raffiniert und fast strahlend im Abgang, kann man diesen Wein schon nach wenigen Jahren im Keller genießen. Doch nach einem Jahrzehnt wird er ein unglaubliches Trinkerlebnis bieten. Die Cuvée besteht aus 96,5 % Merlot, 3 % Cabernet Franc und 0,05 % Petit Verdot. Trinkreife: 2029–2055.